10. Tag, Samstag, 13.11.2010

TRINIDAD Salsa unter Sternen

 Ein perfekter Urlaubstag am Karibischen Meer! Abends ziehen wir durch die Gassen Trinidads: unter freiem Himmel Salsa tanzen zu Livemusik.

Ich verpasse das Klingeln meines Weckers, den ich höchstoptimistisch auf 10.30h gestellt habe. Ich werde wach um 07:30h und bin erstaunlicherweise topfit. Aus Trotz möchte ich mich noch mal umdrehen und eine Runde weiterschlafen, da geht an der Poolbar, die praktischerweise direkt vor meinem Zimmer liegt, die Party richtig los.

Daher sitze ich im 08:00h halt beim Frühstück und liege um kurz vor 09:00h bereits am Strand. Der Animateur an der Strandbar gibt gleich von Beginn an alles: Ich hole mir die ersten fünf Getränke des Tages und lege mich mit meiner Strandlektüre unter einen Palmenblätter-Schirm.

Da es sich bei dem Hotel um ein All-Inclusive-Hotel mit internationalem Publikum handelt, werden sämtliche Ansagen in vier Sprachen getätigt: Spanisch, Französisch, Englisch und Deutsch. Auch der Animateur an der Strandbar macht das in diesem Moment, er kündigt die Morgengymnastik, das sogenannte „Morning Stretching“ in eben diesen Sprachen an. Ich finde das recht skurril, denn als ich mich umschaue, sehe ich, dass ich noch immer der Einzige am Strand bin.

Später muss ich mich beeilen, denn beinahe verpasse ich das Mittagessen. Kann in dem ganzen Stress ja mal passieren, immerhin jagt hier ein Programmpunkt den nächsten: Rücken bräunen, umdrehen, Bauch bräunen, aufstehen, Getränke holen, die richtige Liege wiederfinden, überlegen welche Seite zuletzt dran war, erneut auf der Liege positionieren (weiterer Verlauf: siehe oben, je nach Bedarf beliebig oft nacheinander zu lesen). Und so ist es halt plötzlich 13:45h. Futterausgabe ist bis 14:30h, also muss ich mich beeilen. Nach dem Mittagessen setze ich mich zur Abwechslung an die Billard-Bar, mit dem Vorsatz, die Getränke mit denen an der Strandbar zu vergleichen. Dies soll anhand verschiedener empirisch ermittelter Indikatoren geschehen, zu denen unter Anderem Zubereitungszeit, Füllstand des Glases (bzw. Bechers, Gläser gibt es hier nicht), Mischungsverhältnis und Geschmack gehören. Gerne würde ich jetzt berichten, dass ich die Ergebnisse notiert, analysiert und graphisch dargestellt hätte, aber ganz so interessiert war ich dann doch nicht an der wissenschaftlichen Diskussion.

Um 20.00h treffen wir uns mit der ganzen Gruppe, Mickel hat ein Essen in einem anderen Restaurant auf dem Resort-Gelände organisiert. Wir sind die Einzigen und nehmen an der langen Tafel, die extra für uns aufgebaut wurde, Platz. Das Ambiente ist ansprechend, die Aufmachung versprüht südländisches Flair, es ähnelt insgesamt einem typischen italienischen Restaurant. Positiv ist vor allem, dass die Tulpenknicker (auch Holländer genannt) in dem Hauptrestaurant und somit weit weg von uns sind.

Die Strapazen der letzten Tage haben Spuren hinterlassen und so begeben wir uns früh auf die Zimmer, natürlich nicht ohne noch einen Abstecher zur Poolbar zu machen. Ich bin mir nämlich sicher, dass die Getränke (sämtliche heute konsumierten Getränke waren übrigens alkoholfrei, was schon mal für kritische Blicke vom Personal hinterm Tresen sorgen kann, denn Rum scheint ein essentielles Grundnahrungsmittel zu sein) hier ganz anders schmecken als an den anderen beiden Bars. Das möchte ich unbedingt heute noch klarstellen, außerdem möchte ich das Ende der kubanischen Tanzshow nicht verpassen, bei der sich zwei Männer und zwei Frauen im Ausdruckstanz mit verschiedenen Gegenständen (im Moment sind Stühle als Tanzpartner dran) üben.

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