16. Tag, Freitag, 30.10.2009

KO CHANG Tropische Badefreuden

„Erholung pur: Die meisten dösen unter Palmen, lesen ein gutes Buch oder tauchen in die Wellen des Golfs von Siam ab. Oder doch lieber losziehen und die Insel für sich entdecken? Die hat nämlich einiges zu bieten: Buddhatempel, Wasserfälle, Tropfsteinhöhlen – und das alles eingebettet in dichten Dschungel.“

Erholung pur? Nicht nach dem Hammer-Programm der letzten fünfzehn Tage! Ich schnappe mir ein paar mutige Mitstreiter und wir fahren zum Klong Prao, einem 25 Meter hohen Wasserfall. Das Taxi bringt uns zum Einstiegspunkt, von dort aus sind nur noch 600 Meter zu Fuß zu bewältigen. Die Strecke ist recht einfach zu laufen, zwischendurch machen wir ein paar Mal Halt um ein bißchen zu schwimmen oder Tiere zu beobachten, die unseren Weg kreuzen.

Die ganze „Tortur“ wird belohnt mit einem Bassin, in dem kühles kristallklares Wasser zum Baden einlädt. Blöderweise habe ich keine Badehose mitgenommen, was soll man da machen? Na klar: in voller Montur in die Fluten, bei den vorherrschenden Temperaturen trocknet die Kleidung eh in kürzester Zeit. Nachdem ich mehrere Minuten erfolglos versuchte habe gegen den Strom anzuschwimmen, entscheide ich mich für einen Zuschauerplatz auf dem Felsen und beobachte zwei Russinnen, die sich auf den Felsen räkeln. Durch einen dummen Zufall fällt mir meine Fotokamera in die Hände, so dass ich das Geschehen leider dokumentieren musste. So ein Pech Laughing !

Da unsere Gruppe den beiden in nichts nachstehen möchte, verwöhnt uns unser Mitstreiter Michael mit einer gekonnten Arschbombe von einem Felsvorsprung. Nachdem wir uns also offensichtlich genug sportlich betätigt haben und von allen Seiten kross gebraten sind, packen wir unsere Sachen zusammen uns machen uns mit dem Taxi auf den Rückweg ins Hotel.

Der restliche Tag verläuft eher unspektakulär: Rumgammeln am Strand ist angesagt, die einzige Anstrengung, die wir auf uns nehmen ist der Gang zur Massage, die natürlich wieder mal sein muss.

Am Abend wollen einige von uns noch in eine Reggae-Bar, wo wir uns dann auch hinbegeben. Die Frage nach der Cocktail-Karte beantwortet Bob (so heißt der aktuelle Besitzer von „Nid‘s Kitchen“, seitdem Nid wegen einer Drogengeschichte im Knast sitzt) mit schallendem Gelächter: Die Cocktail-Karte besteht aus genau einem undefinierbaren Getränk mit dem Namen „Blue Lagoon“. Wir bestellen trotzdem alle einen Mai Tai, den er dann extra für uns anmischt. Nebenbei verwöhnt er uns mit allen möglichen (mehr oder weniger definierbaren) Knabbereien, auch eine Pfeife möchte er mit uns rauchen, die wir jedoch aufgrund des charakteristischen Aussehens und des würzigen Geruchs dankend ablehnen. Mit einem (selbstgebrannten?) Whiskey spült er uns dann irgendwann aus der Bar und wir gehen ins Hotel zurück.

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