20.04.2008

In den letzten Wochen hatte ich keine Zeit dazu, somit habe ich heute die Ehre einen Großwaschtag einzulegen. Mit meiner XXL-Reisetasche, ca. 25kg Wäsche, einem Buch und meinem Laptop bewaffnet begab ich mich also auf den Weg zur Wäscherei. Dort angekommen habe ich vier Maschinen beladen, nur um dann zu merken, dass ich das Waschmittel vergessen hatte. Das konnte ja wieder nur mir passieren *grummel*. Gottseidank ist die Wäscherei nur einige hundert Meter von meiner Wohnung entfernt, daher war das nicht so schlimm. Aber genervt hat es trotzdem. Nun sitze ich also hier und schaue dem monotonen Drehen der Waschtrommeln zu. Das hat irgendwie etwas Meditatives. Wer also irgendwann mal so gestresst sein sollte, dass er keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, dem empfehle ich mindestens 2 Waschgänge vor der Maschine zu verbringen. Das ist manchmal effektiver als ein VHS-Kurs in Zen-Meditation…

*Update* Mittlerweile ist es 17.00h und der Waschtag ist für beendet erklärt. Zwischendurch war ich bei Starbucks und habe mir dort einen Iced Caramel Macchiato gegönnt. Gegen Starbucks hege ich bereits seit geraumer Zeit einen gewissen Groll, doch mangels Alternative musste ich dorthin gehen.
Mein Vorurteil, dass die Mitarbeiter (auch „baristas“ genannt) nicht die hellsten Köpfe der Gesellschaft sind, wurde heute wieder einmal bestätigt. Ich bestellte dort also einen kleinen Iced Caramel Macchiato und die Barista begab sich ans Werk. Als sie ihr Werk vollendet hatte, fragte sie mich, ob ich Sprühsahne wollte. Natürlich wollte ich, denn Sprühsahne gehört einfach dazu. Daraufhin betrachtet sie das Getränk, greift zur Sprühsahne, wird stutzig, stellt fest, dass sie den Becher zu voll gemacht hat, nimmt also einen neuen Becher und beginnt, das Getränk erneut zuzubereiten. Während sie noch dabei war, dachte ich mir schon: „Das gibt nichts“. Und siehe da, das gab nichts: Der Becher wurde wieder zu voll und es passte keine Sahne mehr darauf. Ich habe ja kurz darüber nachgedacht, sie darauf hinzuweisen, dass ich doch Sahne wollte. Aufgrund der Tatsache, dass ich allerdings bereits 10 (in Worten: zehn!) Minuten in diesem Laden verbracht hatte, habe ich mich jedoch dagegen entschieden und habe den Laden mit einem Iced Caramel Macchiato ohne Schlagsahne verlassen.
Und wieder einmal wurde meine Meinung zu Starbucks und seinen Mitarbeitern bestätigt.

Am 26. Februar hat Starbucks mit großer Medienwirksamkeit all seine 7,100 U.S. Filialen für drei Stunden geschlossen um die Mitarbeiter fortzubilden. Ob das (außer der PR) etwas gebracht hat, kann ich nicht beurteilen. Dafür kann ich aber feststellen, dass eine solche Aktion hier in Kanada ebenfalls dringend erforderlich ist…

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