30.01.2008

Eben war ich in der Wäscherei, die 24 Stunden geöffnet hat. Als ich um 22.00 Uhr dort eintraf, war eine asiatische Familie gerade dabei, ihren gesamten Hausrat zu waschen.
An dieser Stelle ein kleines Rechenspiel: „Die Wäscherei X hat 18 Waschmaschinen, davon sind 5 defekt. Eine asiatische Familie, die ihren gesamten Hausrat wäscht, belegt damit insgesamt zwölf Waschmaschinen.
Frage: Wieviele Waschmaschinen stehen den restlichen drei Wartenden zur Verfügung?
a) Genau 1.
b) Zu wenig.
c) Eventuell 1. Die Tatsache, dass die asiatische Familie von 13 verfügbaren Waschmaschinen genau zwölf in Beschlag nimmt, lässt vermuten, dass die dreizehnte Waschmaschine defekt ist.“

In diesem Fall traf (Gott sei Dank) Antwort a) zu, und ich hatte Glück, da ich der Erste in der Warteschlange war.

Wäscherei, die Zweite: Wer wäscht, muss natürlich auch trocknen. Hier kommt die nächste Herausforderung, daher eine weitere Rechenaufgabe:
„Neben 18 Waschmaschinen hat die Wäscherei X 24 Wäschetrockner, von denen jedoch 7 defekt sind. Eine asiatische Familie, die ihren gesamten Hausrat trocknet, belegt damit insgesamt 15 Wäschetrockner.
Frage: Wieviele Wäschetrockner stehen den restlichen Wartenden zur Verfügung?
a) Genau 2.
b) Ausreichend.
c) Genau keiner. Die Tatsache, dass die asiatische Familie von 17 verfügbaren Wäschetrocknern genau 15 in Beschlag nimmt, lässt vermuten, dass die übrigen Wäschetrockner defekt sind.“

Die richtige Lösung ist Antwort c). Leider machte die asiatische Familie auch keinerlei Anstalten, einen der Wäschetrockner für die übrigen Wartenden freizugeben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass mein Gang zur Wäscherei mal eben gepflegte 2 1/4 Stunden, das sind 135 Minuten (!!!), in Anspruch genommen hat. Welcher normale Mensch kann es sich bitte leisten, soviel Zeit in einem Waschsalon zu verbringen?
Gott sei Dank hatte ich mein Marketing-Buch dabei, so dass ich die Zeit sinnvoll dazu nutzen konnte, mich auf die morgige (bzw. gleich folgende) Vorlesung vorzubereiten.
Es ist jetzt 1.49h, ich bin total zerstört und gehe jetzt schlafen, da ich gleich eh von Katharina geweckt werde, um die 8.30h-Vorlesung mitnehmen zu können (Oh Freude!).
Gute Nacht Deutschland, gute Nacht Welt!

P.S.: Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass kanadische Wäschetrockner die Angewohnheit haben, die Wäsche mindestens so nass wie vorher wieder auszuspucken, oder? Life sucks!

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