2. Tag, Freitag, 16.10.2009

BANGKOK Erste Impressionen

„Vormittags bzw. abends Ankunft in Thailands Hauptstadt. Unser einheimischer Marco Polo-Scout Marut bringt uns zum Hotel nahe des Königspalastes.“

 

Bangkok

Den Flug habe ich zeitgerecht erreicht (ich scheine im Moment einen guten Lauf zu haben J ). Der Flug war entspannt, Emirates hat mir einen A380 gegönnt – vom Feinsten, kann ich da nur sagen; ich habe mich gefühlt wie in der Business.Class.

Während des Fluges habe ich so viele Filme gesehen, wie schon lange nicht mehr. Es fing zwar eher kontraproduktiv an, da der Film mit Cameron Diaz (ich glaube Abigail Breslin hat auch mal wieder mitgespielt) bei Weitem keine Komödie war, sondern ein Film über das Thema Gentechnik/Klonen/Lebewesen als Ersatzteillager, das Ganze in einem heftigen Drama verpackt. Da konnte mich eigentlich nur noch die Komödienkeule retten, es mussten also „Nachts im Museum 2“ und „Ice Age 3“ ran. Irgendwo über Mumbai hatte ich aber echt mal die Nase gestrichen voll und habe kurz überlegt umzudrehen. Blöd an der Sache war nur, dass ich 1.) fast schon am Ziel war und 2.) das Flugzeug sowieso nicht wegen mir umgekehrt wäre. Also habe ich die Zähne zusammengebissen und bin dann doch in Bangkok angekommen.

Nachdem ich die übliche Prozedur (Passkontrolle, Immigration Officer, Gepäckausgabe etc. – erstaunlicherweise haben sich die Grenzer die im Flieger bereits angekündigte Temperaturkontrolle bei den Fluggästen gespart) hinter mich gebracht hatte, wartete hinter dem Zoll auch schon unser Guide für die nächsten zwei Wochen. Irgendwann waren wir dann dreizehn Leute, dummerweise sollten wir aber fünfzehn sein. Was macht man da? Richtig, warten. Geschlagene 90 Minuten haben wir gewartet, bis der Guide beschlossen hat, dass wir ins Hotel fahren, die Verschollenen hatten ja schließlich die Adresse, sie würden also mit dem Taxi nachkommen können.

Die Fahrt vom Flughafen hat dann mal gepflegte 60 Minuten gedauert, was aber weniger auf die zu überwindende Distanz, als vielmehr auf die Rushhour zurückzuführen war.

Im Hotel angekommen dann die Überraschung: Die Verschollenen waren bereits seit vier Uhr nachmittags im Hotel, folglich haben wir einfach mal eineinhalb Stunden umsonst wie die Blöden am Flughafen gewartet *grummel*. Also schon mal ein Minuspunkt für die Organisation seitens des Veranstalters (sorry, aber der muss sein).

 

Im Hotel haben wir uns dann schnell auf unsere Zimmer begeben, ich habe endlich mal wieder geduscht (ist ja im Flugzeug etwas schwierig. In der A380 gibt es zwar einen weitläufigen Wellness-Bereich, dieser ist jedoch ausschließlich den Passagieren der 1. Klasse vorbehalten), mich in frische Kleidung gestürzt und stand (wieder einmal) pünktlich (!!!) in der Lobby, wo wir uns verabredet hatten., um das Viertel unsicher zu machen.

Das Viertel… ähm, ja. Man könnte es so ausdrücken: Das Hotel liegt mitten im Vergnügungsviertel. Anders ausgedrückt: in der Bagger- und Abschleppmeile, wo zwei Gruppen von Menschen vorherrschen: Thailändische Mädchen (Altersklasse: überwiegend 15-19) und (überwiegend) europäische Männer der Generation 50+. Um diese beiden Gruppen herum hat sich ein dynamisches Geschäftsleben entwickelt und alle fünf Meter (maximal) bietet eine Garküche ihre Speisen feil.

Im Grunde gibt es alles Vorstellbare und nicht Vorstellbare zu kaufen, entweder zum Mitnehmen oder man setzt sich hin um seine Mahlzeit in Ruhe einzunehmen.

Da uns in den meisten Garküchen die Salmonellen im Spalier begrüßt haben (was ja auch kein Wunder ist, wenn man rohes Fleisch, rohe Eier und Seefrüchte aller Art bei 32°C und 95% Luftfeuchte frei herumliegen lässt), haben wir uns ein paar Ecken weiter ein einfaches, aber vielversprechendes „Lokal“ ausgesucht. Hier haben sich 4-5 Besitzer zusammengeschlossen. Jeder hat seine eigene Spezialität (Reis, Nudeln, Hühnchen, Meeresfrüchte) und wer sich dort an einen Tisch setzt, bekommt nicht eine Karte überreicht, sondern gefühlte zwanzig.

Das Essen (ich hatte gebratenen Reis mit saurem Schweinefleisch) war gut und zeugte von solidem Handwerk. Dazu gab es eine 0,33l-Flasche Coca-Cola und eine 0,5l-Flasche Mineralwasser ohne Kohlensäure Ich fand das Essen so gut, dass ich ohne zu überlegen 20 Baht Trinkgeld (entspricht in etwa 0,50€) auf den Tisch gelegt habe. Erst zwei Straßenzüge weiter ist mir die Situation vollends klar geworden. 50 Cent mögen für uns Deutsche ja nicht viel Geld sein, aber für das gesamte reichhaltige Essen inklusive beider Getränke hatte ich einen Rechnungsbetrag von knapp 50 Baht, also in etwa einem Euro. Das Leben scheint hier wirklich sehr preiswert zu sein.

Im Anschluss sind wir noch ein wenig durch die Gegend gezogen, Jetzt ist es hier 1:36h (bei Euch 20:36h), da ich um 7:00h einen Weckruf bekomme, gehe ich jetzt schlafen.

Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht!

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