Dreißig … Scheiße!

Dreißig … scheiße!
Es ist eine hübsche runde Zahl, wenn man alles unter Dach und Fach hat. Erfolg, Liebe, eine Familie, das grundsätzliche Gefühl, dass man tatsächlich auf diesen Planeten gehört. Wenn man das alles hat, dann stehen einem die Dreißig gut. Aber wenn man es nicht hat, dann fühlt man sich, als hätte man eine Frist versäumt, und auf einmal nehmen die Chancen, es je richtig zu deichseln, je wirklich Glück und Erfüllung zu finden, rapide ab.
Man begreift, dass all die Hoffnungen und Träume bis zu diesem Zeitpunkt in Wirklichkeit Erwartungen waren, die nun, noch immer unerfüllt, verzweifelte Stoßgebete an einen Gott geworden sind, an den man, da war man sich doch sicher, gar nicht mehr glaubte. Bitte, gib mir ein unbeschwertes Herz und ein hübsches Mädchen an die Hand, oder wie auch immer dieses Lied geht. Ist das zu viel verlangt?
Dreißig … scheiße!

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