Es tut sich etwas bei der E.ON… (Episode VI)

Am Abend des 19.03. (genau um 18:17 Uhr) schreibe ich folgende eMail:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe von Ihnen bezüglich o.g. Vertragskonto ein Schreiben erhalten, nach dem heute in der Wohnung [zensiert] der Strom abgestellt wurde.

Diesbezüglich habe ich über Ihre Hotline am 14.03. mit Frau R. gesprochen, die mir mitteilte, ich solle das Wohnungsübergabeprotokoll und den Mietvertrag des Nachmieters an die Faxnummer 06854-492209 (ich habe diese extra wiederholt, um Fehler auszuschließen, diese Nummer wurde mir von Frau R. bestätigt) schicken. Dies habe ich heute Morgen um 10.00 Uhr getan. Anschließend habe ich erneut die Hotline angerufen und mit Hr. K. gesprochen. Dieser teilte mir mit, die Faxnummer sei falsch, ich müsse die Unterlagen an die Faxnummer 06854-942209 schicken, Frau R. sei „da wohl ein Zahlendreher passiert“. Ich habe die Unterlagen nun an beide Nummern gefaxt, mit der Bitte um Rückmeldung. Dies ist nicht passiert. Um 16:40h habe ich erneut angerufen, bekam jedoch nach einigen Minuten die Bandansage „Wir möchten Sie nicht länger warten lassen und Sie zurückrufen“. Dann wurde die Verbindung unterbrochen. Der versprochene Rückruf hat super geklappt, denn ich warte noch immer auf Ihren Rückruf.

Im Übrigen finde ich es doch sonderbar, dass ich von Ihren Kollegen an den Netzbetreiber verwiesen werde, man mir aber lediglich eine Faxnummer geben kann, mit der Aussage, eine Telefonnummer des Netzbetreibers sei Ihnen nicht bekannt.

Ist das so üblich bei der Firma E.On?

Ich hoffe auf einen schnellstmöglichen Rückruf unter der Telefonnummer [zensiert], damit die Angelegenheit mein Vertragskonto betreffend geklärt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Roman Wegmann

 

Merke: Es gibt bei E.ON zwei Definitionen der Worte „schnell“ und „schnellstmöglich“.

  1. Bei ausgehenden Schreiben (oder: E.ON verlangt etwas vom Kunden):

„Schnell“ bzw. „schnellstmöglich“ = „Schnell“ bzw. „schnellstmöglich“

  1. Bei eingehenden Schreiben (oder: Der Kunde verlangt etwas von E.ON):

„Schnell“ bzw. „schnellstmöglich“ = Wenn mir irgendwann mal noch langweiliger sein sollte als normal, dann werde ich [E.ON Mitarbeiter/-in] mich möglicherweise dazu herablassen, auf ein Schreiben eines Kunden zu reagieren.

 

Da ich eine eMail an E.ON geschrieben habe, tritt automatisch Fall (2) in Kraft. Eine Antwort kommt somit auch erst am 21.03. um 20:51 Uhr. Achtet auf den Text:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre E-Mail haben wir erhalten. Vielen Dank dafür.

Es liegt uns viel daran, Ihre Anfrage zeitnah zu klären.

Da wir Ihr Anliegen mit der entsprechenden Sorgfalt bearbeiten möchten, bitten wir Sie noch um etwas Geduld.

Für Ihr Verständnis bedanken wir uns.

Freundliche Grüße

Ihre E.ON Bayern Vertrieb GmbH

 

Da habe ich doch glatt unterstellt, dass die ab und zu mal arbeiten! Da es sich offensichtlich um eine automatisierte Antwort-eMail handelt, muss ich also davon ausgehen, dass zu diesem Zeitpunkt erstmals wieder der Computer bei E.ON angeschaltet wurde, anders kann ich mir die zeitliche Verzögerung von zwei Tagen nicht erklären.

Ebenfalls nicht erklären kann ich mir übrigens die Unverschämtheit, dass man bei der „Service“-Stelle überhaupt mit automatisierten Antwort-eMails arbeitet.

Zwischenzeitlich habe ich übrigens über die „Service“-Hotline die nette, hochkompetente und vor allem außerordentlich hilfsbereite Mitarbeiterin der E.ON Vertrieb GmbH namens Frau K. erreicht. Mein Fax hat sie erhalten, kann es aber am Computer nicht öffnen. Sie sagt mir aber, der Vorgang sei in Bearbeitung, das Ganze würde etwa drei Wochen dauern, ich solle mich dann noch mal melden.

Ich erinnere erneut an Definition (2).

… Fortsetzung folgt …

 

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