Prolog

Meine Damen und Herren, morgen ist es so weit: Roman finally goes China *yeeha*!
Die Voraussetzungen waren alles andere als ideal, dass es endlich doch geklappt hat, grenzt an ein Wunder.
Die verschiedenen Stationen, die ich in Bezug auf meinen Urlaub durchlaufen habe:
Erstes geplantes Urlaubsziel: Usbekistan. Hört sich individuell an, ist es auch. Zumindest so individuell, dass sich selbst die durchführende Reisegesellschaft nicht an diese Tour erinnern konnte. Und das, obwohl ich nach meinem Thailand-Urlaub einen Brief bekommen hatte, in dem diese Reise explizit angeboten wurde. Dennoch: Die hochmotivierte Mitarbeiterin im Reisebüro wusste nichts davon (obwohl sie offenbar den gesamten Katalog auswendig kannte), ihr Computer hatte auch keine Ahnung, und ein Anruf in der Firmenzentrale des Reiseanbieters endete auch nur darin, dass die Usbekistan-Abteilung erklärte, es gäbe diese Reise nicht.
Blöd, dass ich meinen Urlaub für diesen Zeitraum bereits beantragt hatte. Da half nur eins: Alternativen suchen. Das führt uns direkt zum zweiten geplanten Urlaubsziel.
Zweites geplantes Urlaubsziel: Japan. So ungewöhnlich, dass es schon direkt wieder interessant war. Immerhin ist es ja die gleiche Himmelsrichtung wie Usbekistan. Leider dauerte die Tour zwei Tage länger als mein genehmigter Urlaub. Außerdem war die Tour ausgebucht, ich stand aber jetzt immerhin auf Platz 1 der Warteliste. Da half nur eins: Urlaubsverlängerung beantragen und beten. Ersteres hat geklappt, letzteres leider nicht geholfen. Die Reise blieb ausgebucht, keiner war zurückgetreten. Somit war nach Usbekistan auch Japan gestorben (also nicht das Land, sondern die Reise, und auch das nur für mich, denn andere fuhren ja dorthin *grummel*)
Und die Urlaubsverlängerung kam auch leider einen Tag zu spät um das dritte geplante Urlaubsziel zu erreichen.
Drittes geplantes Urlaubsziel: Kuba. Liegt jetzt nicht so direkt in der Gegend von Ziel Nummer eins und zwei, eher so die ganz andere Richtung, Aber Sonne, Strand und Palmen, einen Cuba Libre in der Hand (und einen Eimer voll davon auf dem Rücken) und den Salsa-Rhythmus in den Beinen, das wäre bestimmt auch schön gewesen…
Die hochmotivierte Mitarbeiterin im Reisebüro war leider nicht da, hatte wohl eine Woche Urlaub. Dafür saß ich nun ihrer ebenfalls hochmotivierten Kollegin gegenüber, die mir auf meine Frage „Gibt es denn überhaupt irgendwas, wo ich hinfahren kann, egal was?“ sagte: „Es gibt China“. China, aha. Dass es das Land gibt, wusste ich auch vorher schon. Es liegt irgendwo zwischen Usbekistan und Japan und somit definitiv ganz weit weg von Kuba. Aber da Urlaub machen? Wieso eigentlich nicht! Damit wurde China also offiziell als viertes Urlaubsziel nominiert.
Viertes geplantes Urlaubsziel: Nun also China. Ich brauche ein wenig Bedenkzeit, sagte ich der Mitarbeiterin im Reisebüro. Ich schnappte mir die Unterlagen, verließ das Reisebüro, setzte mich auf der Kaufinger Straße in ein OpenAir-Café (wie nennt man eigentlich diese Cafés, die mitten in der Fußgängerzone ihre Tische aufbauen?), rief meinen Dad an, trank meinen Kaffee aus, ging zurück ins Reisebüro, buchte die Reise, fuhr zum Konsulat, beantragte mein Visum, merkte, dass ich kein Passfoto dabei hatte, lief zur nächsten U-Bahn-Station, stieg in den FotoFix-Automaten, bemerkte das Schild „Außer Betrieb“, stieg in die nächste U-Bahn, fuhr zum nächstgelegenen Fotoladen, fuhr mit Passbildern zurück zum Konsulat, beantragte erneut mein Visum und wartete.
Sechs lange Tage, dann bekam ich gleich zwei Anrufe: Meine Unterlagen waren im Reisebüro angekommen und mein Visum war auch fertig. Ich muss gestehen, dass ich da schon nicht mehr mit gerechnet hatte.

Am Sonntag wurde der Flughafen wieder mal wegen der Vulkanasche gesperrt, zwar nur für sieben Stunden. Das macht nicht wirklich Mut, denn eine Sperrung für sieben Stunden am Freitag  würde mir den gesamten Urlaub verhageln (oder heißt es in diesem Fall „veraschen“?). Also Leute: Drückt mir die Daumen!

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